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Spielberichte   Erste siegt trotz Hindernissen
11.11.2019 von Klaus Steffan

Die Vorzeichen standen nicht gut für die zweite Runde in der Oberliga, wo die erste Mannschaft des TSV Bindlach-Aktionär im idyllisch nördlich des Chiemsees gelegenen Trostberg antreten musste: Schon im Vorfeld hatte man keinen achten Mann auftreiben können, so dass man nur zu siebt antreten konnte und das erste Brett somit kampflos an Trostberg ging. Als wäre dies noch nicht genug, kamen auch noch beide Bindlacher Autos wegen Verspätung der Bahn und Navigationsproblemen etwas zu spät in Trostberg an, was dazu führte, dass die Bindlacher mit einer Zeitstrafe von 17 Minuten in die Partien gingen.
Vielleicht durch diese Nachteile angespornt, zeigten die Bären besonderen Kampfgeist. Nach der Eröffnungsphase war die Lage alles andere als klar, doch schien es, als ob der Kampf sich zu Gunsten der Bindlacher neigen könnte.
Zunächst konnte Kapitän Jürgen Delitzsch (Brett 4) den Ausgleich erzielen, nachdem er durch eine schöne Kombination einen Bauern gewinnen und diesen Vorteil routiniert zum vollen Punkt verdichten konnte.
Jarda Tiller (Brett 8) steuerte ein Remis zum Mannschaftsergebnis bei, nachdem er mit Schwarz ausgleichen konnte, doch die Stellung keine Gewinnversuche seinerseits zuließ. Der Kampf schien nun doch noch zugunsten der Gastgeber zu kippen, denn mit einem weiteren Remis durch Reimund Aulinger (Brett 7), dessen Gegner die aussichtsreiche Bindlacher Stellung gerade so verteidigen konnte, war ein potentiell wichtiger halber Punkt verloren, bevor es an den verbliebenen Brettern in die Zeitnotphase ging.
Auch unter dem Druck der Uhr spielte Jan Krensings (Brett 2) Gegner seine stark vorgetragene Partie souverän zu Ende und brachte so die Gastgeber erneut in Führung. Doch erneut konnten die Bindlacher ausgleichen, denn Gavin Wall (Brett 3) behielt im Endspiel mit Mehrbauern die besseren Nerven und fuhr den verdienten vollen Punkt ein zum 3-3 Ausgleich.
In den beiden verbliebenen Partien konnte zunächst Johannes Pfadenhauer (Brett 5) sein Doppelturmendspiel mit Minusbauer Remis halten, indem er durch eine Mattdrohung seinen Gegner zum Dauerschach zwang. Am Nachbarbrett hatte Jörg Heimerdinger (Brett 6), der eigentlich schon auf der Verliererstraße war, in der Zeitnotphase zunächst seinen Minusbauern zurückgewonnen und mit dem 40. Zug ein vorteilhaftes Turmendspiel eingeleitet. Hier behielt er die Übersicht und ließ sich zu guter Letzt die Butter nicht mehr vom Brot nehmen, was den knappen 4,5-3,5 Sieg für Bindlach bedeutete.
Durch den bewiesenen Kampfgeist schieben sich die Bindlacher ins Mittelfeld der Tabelle vor und können nun mit deutlich weniger Druck die Gäste aus Schwarz Weiß Nürnberg erwarten, die am 24. November ihre Visitenkarte im Bindlacher Rathaus abgeben werden und ihrerseits nach 2 Niederlagen mit dem Rücken zur Wand stehen.


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