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Spielberichte   Bezirksoberliga - Nachbetrachtungen zum Kampf in Neustadt...
25.11.2018 von Klaus Steffan

aufgeschrieben von Jörg Heimerdinger
In der dritten Runde der Bezirksliga ging es für die zweite Mannschaft des TSV Bindlach Aktionär nach Neustadt bei Coburg. Zwar gingen die Bären als klare Favoriten ins Rennen, doch machten die unerschrocken aufspielenden Gastgeber schnell klar, dass sie sich nicht kampflos geschlagen geben würden.
Zum Beispiel verzichtete der Gegner von Jörg Heimerdinger (Brett 2) auf die Rochade, um seine Bauern am Königsflügel bedrohlich weit vorzuschieben. Noch forscher ging es zwei Bretter weiter hinten zu, wo sich Iwan Rein (Brett 4) mit einem gefährlichen Figurenopfer auseinandersetzen musste.
Nach einiger Zeit kamen dann schließlich die ersten Ergebnisse rein. Kapitän Alexander Horn (Brett 7) einigte sich in ausgeglichener Stellung auf Remis, was sich mannschaftstaktisch als gutes Timing erwies, denn mit einem Doppelschlag gingen die Bären nun in Führung: Klaus Steffan (Brett 8) hatte seinem Gegner die Qualität abgeknüpft und brachte den Materialvorteil sicher heim. Viktor Benner (Brett 6) zeigte starke Endspieltechnik und bewies, dass Endspiele mit ungleichfarbigen Läufern nicht immer Remis sind, indem er seinen Mehrbauern nach ungenauer Stellungsbehandlung seines Gegners gekonnt siegbringend in Szene setzte.
Den Wettkampf hatten die Bären nun fest im Griff: Während Bertram Spitzl (Brett 1) seine stark vorgetragene Positionspartie mit entscheidendem Materialgewinn krönte, konnte Iwan alle Drohungen abwenden und seinem Gegner blieb nur die Zugwiederholung zum 4-1 Zwischenstand für Bindlach.
Marcus Hassa (Brett 5) war es vorbehalten den Siegtreffer zu landen: Er hatte früh einen „Sargnagel“-Bauern auf e6 platzieren können, den sein Gegner nur unter Abgabe einer Qualität entfernen konnte. Auch in der Folge bewies Marcus den besseren Überblick und setzte mit einer schönen taktischen Feinheit den Schlusspunkt in seiner Partie.
Nach der Zeitkontrolle liefen nun mehr nur noch zwei Partien. Jarda Tiller (Brett 3) hatte einen Mehrbauern und das Läuferpaar, nachdem sein Gegner in der Zeitnotphase den Weg zum Ausgleich verpasst hatte. Diesen Vorteil ließ sich der Bindlacher Routinier nicht mehr vom Brot nehmen und fuhr souverän den vollen Punkt ein. Am Nachbarbrett hatte Jörg Heimerdinger (Brett 2) leichte Vorteile, nachdem er den Anfangsdruck seines Gegners hatte abschütteln können. Nach einigem Hin und Her sah es zunächst nicht so aus, als ob das Läuferpaar zum Sieg reichen würde. Doch eine Unachtsamkeit des Neustädters brachte Jörg schließlich eine Figur und den vollen Punkt ein.
Der 7-1 Endstand aus Sicht der Bären hört sich zwar imposant an, war jedoch in der Höhe nicht dem Wettkampfverlauf entsprechend. Der Sieg geht jedoch völlig in Ordnung. Damit haben die Bären mit 5-1 Punkten Platz 3 in der Tabelle gefestigt und liegen in Lauerstellung hinter Waldsassen und Hof, die alle ihre Kämpfe bisher gewannen, jedoch in Runde 4 gegeneinander antreten, was eine erste Weichenstellung für die Saison werden könnte.
Die Bindlacher müssen in der 4. Runde am 16. Dezember gegen das routinierte Team aus Nordhalben ran. Der Heimvorteil kommt da gerade recht.




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