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Spielberichte   Zweite hält die Klasse Dank fränkischer Schützenhilfe
18.04.2018 von Klaus Steffan

Die Augangslage im Abstiegskampf vor dem Saisonfinale in der Landesliga war klar: Die zweite Mannschaft des TSV Bindlach Aktionär benötigte unbedingt einen Heimsieg gegen die spielstarken Gäste aus Kelheim. Sollte dies gelingen war man jedoch noch zusätzlich auf fränkische Schützenhilfe der Bamberger, die gegen Zirndorf punkten mussten, sowie den schon als Absteiger feststehenden Forchheimern, die in Bad Kötzting mindestens einen Punkt holen mussten, angewiesen.
Doch zunächst galt es, die eigenen Hausaufgaben zu machen. Zum Saisonfinale hatten die Bären eine sehr starke Aufstellung mobilisieren können und gaben alles. Dennoch war auch etwas Schlachtenglück vonnöten, doch an diesem Tag war Schachgöttin Caissa den Bären hold, wie es schien. Zunächst schienen sich leichte Vorteile für die Bindlacher abzuzeichnen, daher gingen die Remisen von Iwan Rein (Brett 6) und Jarda Tiller (Brett 7) völlig in Ordnung. Kurz darauf brachte Markus Hassa (Brett 8) Bindlach in Führung.
Nachdem Valeri Dalinger (Brett 4) mit dem Glück des Tüchtigen ebenfalls voll punkten konnte, gab auch Jörg Heimerdinger (Brett 5) die entstandene ausgeglichene Stellung Remis, nachdem zuvor beide Seiten ihre Chancen hatten. Im entstandenen Endspiel mit Springer gegen Läufer ließ Gerald Löw (Brett 3) nichts zu und remisierte sicher zum 4-2 Zwischenstand für die Bären.
Nun richteten sich alle Augen auf die Spitzenbretter, wo sich in der Zeitnotphase dramatische Szenen abgespielt hatten. Jürgen Delitzsch (Brett 1) besaß eine Mehrfigur, musste sich jedoch permanenter Dauerschachdrohungen erwehren. Dies gelang ihm jedoch souverän und als er Damentausch erzwingen konnte, gab sein Gegner sich geschlagen.
Noch komplexer war die Lage am Nachbarbrett von Johannes Pfadenhauer (Brett 2), der eine Dame gegen Turm und zwei Leichtfiguren hatte, was eigentlich einen materiellen Nachteil bedeutet, jedoch hatte er durch den geschwächten gegnerischen König Kompensation. Beide Spieler benötigten in der komplizierten Stellung viel Bedenkzeit und waren bald wieder in Zeitnot. Johannes konnte seine Bauern immer weiter vorschieben und Mattdrohungen gegen den schwarzen König generieren, die sein Gegner nur unter Rückgabe einer Figur abwehren konnte. In der entstandenen immer noch schwer zu spielenden Stellung überschritt er schließlich die Bedenkzeit.
Dies bedeutete den 6-2 Endstand für Bindlach und es begann das lange Warten auf die Ergebnisse. Mit nun 6 Punkten war man temporär an den bei 5 Punkten stehenden Zirndorfern und Bad Kötztingern auf den rettenden 7. Platz vorbeigezogen. Doch würde dieser Vorsprung halten? Schließlich kamen die ersten Meldungen rein. Bamberg siegte ersatzgeschwächt trotzdem souverän gegen Zirndorf. Soweit nichts Unerwartetes, doch dann kam die Sensationsmeldung: Die wieder nur zu siebt in Bad Kötzting angetretenen Forchheimer holten sensationell ein 4-4. Damit zog Bad Kötzting zwar ebenfalls auf 6 Mannschaftspunkte vor, besaß jedoch weniger Brettpunkte als die Bindlacher, die somit den nicht mehr für möglich gehaltenen 7. Platz behielten.
Der Abstieg konnte somit in allerletzter Sekunde doch noch abgewendet werden und die Bindlacher können weiterhin feiern, noch nie sportlich abgestiegen zu sein. Dennoch ist es fraglich, ob auch nächste Saison wieder Landesligaschach in Bindlach gespielt werden kann. Nachdem es ein paar Abgänge nächste Saison geben wird, ist derzeit noch in Diskussion, wie es in der nächsten Saison weitergeht.
Die Meisterschaft ging in diesem Jahr verdient an den SC Bavaria Regensburg, der durch einen Sieg in Würzburg seine Tabellenführung verteidigen konnte.



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