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Spielberichte   Unentschieden im Prestigeduell
20.01.2016 von Joerg Heimerdinger

In der 5. Runde der Landesliga Nord musste die zweite Mannschaft des TSV Bindlach-Aktionär bei Serienmeister Noris Tarrasch Nürnberg 2 ran.
In der Vergangenheit hatte man gegen die Mittelfranken, die nur deshalb nicht aufsteigen dürfen, weil ihre Erste Mannschaft bereits in der Oberliga spielt, stets alt ausgesehen.
Mit einer starken Aufstellung waren die Bären jedoch fest entschlossen, diesmal das Blatt zu wenden. Nominell waren denn auch beide Teams nahezu gleich auf - gerademal 11 Punkte war Nürnbergs DWZ Schnitt höher. So entwickelte sich der erwartet spannende Kampf.

An den beiden vordersten Brettern kamen schließlich die ersten Ergebnismeldungen rein. Im Fidemeisterduell hatte Gerald Löw (Brett 2) gegen Thomas Martin einigen Druck auszuhalten, doch behielt er stets die übersicht und konnte schließlich die Stellung so vereinfachen, dass sein Gegner Remis bot. Weniger gut lief es bei Jürgen Delitzsch (Brett 1), der gegen den Nürnberger Spitzenspieler Tran unter immer stärkeren Druck geriet, der schließlich in den vollen Punkt für die Gastgeber mündete.
Doch noch war nichts verloren, denn die Bindlacher rechneten sich noch an ein paar anderen Brettern Chancen aus. Daher waren die Remisen von Roy Mirke (Brett 8), der aufgrund eines isolierten Doppelbauern nicht selbst auf Sieg spielen konnte, doch seine Stellung stets im Griff hatte, sowie von Reimund Aulinger (Brett 4), der gegen den frankenweit bekannten Oskar "Ossi das" Hirn solide verteidigt hatte, voll in Ordnung.
Nun war es an der Zeit für Bindlach zurückzuschlagen, denn Johannes Pfadenhauer und Jörg Heimerdinger hatten sich den richtigen Tag für ihre ersten Saisonsiege ausgesucht: Zunächst konnte Jörg (Brett 3) seinen Raumvorteil mit einem spielentscheidenden Königsangriff in den vollen Punkt ummünzen, wenig später nutzte Johannes (Brett 5) seinen Entwicklungsvorsprung und den exponierten schwarzen König aus, um spielentscheidend in die gegnerische Stellung einzudringen.
Ein Sieg für Bindlach schien nun in greifbarer Nähe, doch dann kam eine Schockmeldung herein: Jarda Tiller (Brett 6) hatte in Zeitnot nicht die beste Verteidigung gefunden und war nach Abtausch in ein Endspiel geraten, in dem sein "schlechter" Läufer hilflos mit ansehen musste, wie der gegnerische Springer die Partie entschied.
Nun richteten sich alle Augen auf die Zeitnotschlacht in der verbliebenen Partie zwischen Johannes "Kanz" Droll und Stefan Süß. In einer wilden Partie hatte Kanz die Dame für zwei Figuren und Bauern geopfert und später noch eine Qualität gewonnen, so dass er in der Schlussstellung mit Turm und Läufer die gegenerische Dame beschäftigt halten musste. In beiderseitiger Zeitnot ließ er jedoch nichts mehr anbrennen und wählte eine Zugwiederholung, was die leistungsgerechte Punkteteilung bedeutete.

Damit war der Endstand des Wettkampfes von 4-4 erreicht und alle Beteiligten waren sichtlich erleichtert: Die Nürnberger waren nach dem Wettkampfverlauf mit dem Punkt hochzufrieden und auch die Bindlacher freuten sich, endlich mal einen Punkt aus der Frankenmetropole mitnehmen zu dürfen.
Da Schweinfurt überraschend deutlich gegen Herzogenaurauch verlor, wechselt die Tabellenführung an SW Nürnberg, die Kitzingen bezwangen. Bindlach folgt mit 7-3 Punkten auf Rang zwei und mischt weiter vorne mit, wobei man nur einen Punkt vor einem Verfolgerfeld bestehend aus gleich 4 Teams mit je 6 Punkten liegt.

Im nächsten Frankenduell geben die Bindlacher am 31. Januar ihre Visitenkarte bei der zweiten Mannschaft des SC Forchheim ab, wenn es gilt, die bisher gezeigten guten Leistungen zu bestätigen.


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