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Archiv   Mülheim - Bindlach 3:5
10.02.2008 von Oswald Bindrich / Klaus Steffan

Bericht der Katernberger
Video vom Blitzkrimi Siebrecht - Bindrich
50 Fotos vom Wochenende
Katernberger Impessionen vom Wochenende in Erfurt ...

Sieg gegen den Tabellenzweiten ...


Wie schnell ein BL-Wochenende vorübergeht, sieht man am viel zu kurzem Mannschaftsessen am Abend. Kein Platz war frei in der Gaststätte am Domplatz. Die telefonisch bestellten Essen kamen pünktlich und zur Freude aller wurden diese als „Belohnung“ für den Sieg auch noch vom Mannschaftsleiter „ausgegeben“. Aber auch für die Gespräche war noch genügend Zeit. Am wie immer anwesenden Mannschaftslaptop wurden die sehr widersprüchlichen Ergebnisse der anderen Paarungen diskutiert; selbst Kurzanalysen der Partien von Viktor und David zeigten, wie nah Glück und Pech aneinander wohnen! Die Zeit bis zum Schlafengehen wurde von allen Spielern noch zum Vorbereiten auf den Sonntagsgegner genutzt.

Mit Mülheim kam eine andere Mannschaft als es Katernberg war. Auch hier fehlten aufgrund des Moskau-Opens einige Leistungsträger. Nicht dabei waren die GM Motylev und Glek aber auch Golod und Chuchelov waren nicht erschienen. Aber sonst war alles da, der sichere Sieg gegen Erfurt (6:2) zeigte, dass auch wir Bindlacher besiegt werden sollten.

Aber alle "Aktionäre" wollten ihr Bestes geben. Und vorweg, sie gaben es auch! Der 5:3 – Sieg gegen den sicheren Zweitplatzierten der Liga war die bisher beste Saison-Leistung. Und es war eine wirkliche Teamarbeit. Alle Spieler hatten ihren Anteil, keine Partie ging verloren. Und alle Spieler wussten über den aktuellen Spielstand bescheid, rechneten die Ergebnisse mit und wussten so auch ihr eigenes Spiel auszurichten.

Eine seltsame Zitterpartie begann, das Leben unserer Kläuse schwer zu machen. Schuld an allem war nicht nur die anwachsende Spannung in der Zeitnotphase oder das bis dahin knappe Ergebnis.
Der Mannschaftleiter und der Präsident konnten nicht mehr auf das Brett von Viktor schauen, weil sie bereits einige Beispiele seiner Zeitnotschlachten erlebt hatten.
Nun die neue Saison wird endlich die neue Spielzeit bringen und damit diese Zeitnotschlachten beenden.

Aber im Einzelnen:
Als Erster hatte mit Schwarz spielend Igor das Remis gesichert. Auch Falko, der gegen ein Schwergewicht „ranmusste“, den sich nicht wenige Mannschaften ans Spitzenbrett wünschten, hielt bis in die Schlussstellung einen minimalen Vorteil. Aber der Gegner wollte nicht mehr und deshalb Punkteteilung. Roman hatte diesmal eine schwierige aber sehr interessante Stellung zu spielen. Später analysierten die Gegner länger als eine Stunde die vielen taktischen Möglichkeiten. Ein erstes Remisangebot lehnte GM Levin noch ab. Nachdem aber Romans schwarze Figuren eine größere Aktivität erlangt hatten, bot er selbst an. Mit dem schönen Sieg von Jan ging Bindlach in Führung. Der Kampf auf dem gesamten Brett sah trotz hängender Bauernstellung immer Jan in Vorteil. Mit Zunahme des Drucks auf der a-Linie war der Ausgang des Spiels auch auf den anderen Teilen des Bretts entschieden. Damit spielten nur noch die vier Spitzenbretter. Viktor und auch David Bara hatten schon lange ein Doppelturmendspiel mit remislichen Aussehen. Und es dauerte eben auch sehr lange, ehe alle vier Konkurrenten einsahen, dass da nichts mehr zu machen war; typische Mannschaftspartien. Nichts anbrennen lassen, alles offen halten und nichts riskieren!
Mit dem Zwischenstand von 3,5 : 2,5 war zumindest eine Niederlage nicht mehr möglich.
Anders die beiden letzten Partien. Der junge Maxim Vachier-Lagrave, auch erst siebzehn Jahre alt, opferte in weiser Voraussicht, um zwei verbundene Freibauern zu erhalten, die Qualität. Und nochmals die Duplizität der Ereignisse, auch unser David am ersten Brett, opferte die Qualität. Auch um starke Freibauern zu erhalten. Hatte David aber immer einen guten Vorsprung an Zeit, so war es am vierten Brett so, dass entweder Viktor einschlafen wollte, oder der Druck zu hoch war; jedenfalls „wollte“ Viktor mehrmals nicht mehr ziehen. „Ich war mir nicht sicher, ob es zum Remis reichte“, war sein Kommentar nach der Partie. Als er noch drei Minuten hatte, war aber das Remis wirklich sichtbar und alle zufrieden. Mit einer feinen Leistung setzte David mit der Dominanz seines Springers gegenüber dem schwarzen Turm noch das I-Tüpfelchen auf den sicheren Mannschaftssieg. Und alles zum morgigen Geburtstag des Mannschaftsleiters!
Dank auch an die Gegner, die mit der starken Gegenwehr, den Wettkampf so spannend machten!


Liveticker



Bindlach- 15.36- Landa gibt entnervt auf. Sieg für Navara und Bindlach, jawoll.

Bericht folgt. Die Mannschaft strahlt. Es gibt an diesem Tag keinen Verlierer auf Seiten der Aktionäre.

Bindlach- 15.33- Laznicka hat seine Partie endlich zur Punkteteilung geschaukelt. Nun ist ein Sieg gegen den Tabellenzweiten möglich.

Bindlach- 15.03- Baramidze erreicht das angestrebte Remis.
Es steht 3,5 : 2,5 für Bindlach

Bindlach- 14.06- Baklan einigt sich mit Friedman auf Remis

Bindlach- 13.07- Bindlach geht in Führung ...
Jan Markos gewinnt und bringt die Aktionäre mit seinem Sieg in Führung. Tolle 2 Punkte für den Slowaken bedeuten 100 % für Ihn an diesem Wochenende.

Bindlach- 12.31- Bindrich erzielt eine Punkteteilung.
Damit steht es 1 : 1.
Eine Tendenz ist noch nicht erkennbar.
Slobodjan lehnt Remisangebot ab.
Navara und Baklan stehen sicher.
Laznicka mit Qualität mehr. Markos verwaltet einen Vorteil, so die "Fachleute".
Baramidze hat keinerlei Probleme. Der Mannschaftskampf ist somit noch im Gleichgewicht.

Bindlach- 11.12- Stohl remsiert an Brett 8 mit Schwarz gegen Hausrath in einem farblosen Spiel

Bindlach- 11.11- Guten Morgen liebe Schachgemeinde,
fast pünktlich saßen allen Bundesligaprofis heute morgen an Ihren Brettern.
Heute treffen die beiden Gewinner des gestrigen Tages aufeinander. Bindlach an den ungeraden Brettern mit weis. Mülheim und Bindlach in unveränderter Formation gegenüber dem Samstag.



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