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Bayerische Landesliga   Rückschlag für die Zweite
08.02.2018 von Joerg Heimerdinger

Nach dem Sieg gegen Würzburg sah sich die zweite Mannschaft des TSV Bindlach-Aktionär im Aufwind, doch schon bei der Planung des Auswärtsspiels in Bad Kötzting wurde schnell klar, dass dies nur von kurzer Dauer war. Von Familienfest, Geburtstag über Klausurvorbereitungen bis zu familiären Pflichten – diverse gute Gründe sorgten dafür, dass viele Stamm- und auch Ersatzspieler fehlten und man nur stark ersatzgeschwächt antreten konnte.
Mit einer normalen Aufstellung wären die Vorzeichen besser gestanden, doch so waren die Bären im Schnitt um über 100 DWZ Punkte schlechter aufgestellt und an nahezu jedem Brett nomineller Außenseiter. Dennoch waren die Bindlacher fest entschlossen, gegen die ohne Spitzenspieler Priborsky aber ansonsten in nahezu Bestaufstellung angetretenen Gastgeber harten Widerstand zu leisten und mit etwas Glück vielleicht sogar einen Punkt aus Bad Kötzting mitzunehmen.
Nach der Eröffnungsphase sah die Lage auch noch ganz in Ordnung aus. Jarda Tiller (Brett 4) hatte einen Bauern gewonnen und Jörg Heimerdinger (Brett 2) hatte durch ein positionelles Qualitätsopfer die Initiative übernommen. Lediglich die Stellung von Alexander Horn (Brett 8) gab Anlass zur Sorge.
Doch mit zunehmender Wettkampfdauer konnten die Bad Kötztinger ihren DWZ Vorteil auch an den Brettern durchsetzen. Zunächst hatte Jarda seinen Mehrbauern wieder zurückgeben müssen und willigte bei knapp werdender Bedenkzeit in die Punkteteilung ein. Alexander musste seine Partie, nachdem er sich tapfer gewehrt hatte, schließlich verloren geben. Kurz darauf musste Iwan Rein (Brett 3) ebenfalls die Segel streichen, nachdem sein Gegner in der Zeitnotschlacht den entscheidenden Treffer hatte landen können.
Nachdem die Stellung verflacht war, wurde Viktor Benners (Brett 7) zähe Verteidigungsarbeit mit einem Remis belohnt, dies nutzte jedoch den Gastgebern mehr als den Bären, denn durch die Niederlage von Jürgen Delitzsch (Brett 1), der in der Zeitnotphase die Qualität und später weiteres spielentscheidendes Material hergeben musste, erhöhten die Bad Kötztinger auf 4-1 und der Wettkampf war entschieden.
Somit konnte Raphael Langer (Brett 6) seine Partie mit ungleichfarbigen Läufern Remis geben, nachdem er lange um den Ausgleich hatte kämpfen müssen. Symptomatisch für den Wettkampfverlauf war auch die Partie des Schreibers dieser Zeilen: Nach einer schön erspielten klaren Gewinnstellung wickelte Jörg wegen eines groben Rechenfehlers statt in den technischen Gewinn in ein todsicheres Remis ab, was den Bären nicht mal eine Gewinnpartie bescherte. Wenig später endete der Wettkampf mit der Partie von Marcus Hassa (Brett 5), der seine Stellung gegen das eindringende schwarze Läuferpaar lange verteidigt hatte, doch schließlich spielentscheidendes Material hatte hergeben müssen.
Nach dieser 2-6 Klatsche stehen die Bindlacher weiterhin am Tabellenende. Zwar kann man noch 8 Punkte erreichen, was normalerweise zum Klassenerhalt reichen sollte, doch dazu müsste man alle verbleibenden Wettkämpfe gewinnen.
Somit ist nun jede folgende Runde ein Endspiel für die Bindlacher. Den ersten Matchball gilt es gegen Forchheim abzuwehren, die am 25. Februar ihre Visitenkarte im Bindlacher Rathaus abgeben werden.


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