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Bayerische Landesliga   Zweite setzt Lebenszeichen
26.01.2018 von Joerg Heimerdinger

Für das Schachjahr 2018 hatte sich die zweite Mannschaft des TSV Bindlach Aktionär vorgenommen, die vier Niederlagen aus 2017 abzuhaken und den Kampf um den Klassenerhalt anzunehmen. Mit dem SV Würzburg hatte man in der 5. Runde einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf zu Gast, denn mit gerade mal zwei Punkten lagen die Unterfranken nicht weit vor den Bären.
Nominell waren beide Teams im Schnitt nahezu gleich stark aufgestellt, dennoch waren die Bären fest entschlossen, den Heimspielvorteil zu nutzen. Von Anfang an entwickelte sich ein spannender Kampf.
Es sollte einige Zeit dauern, bis die ersten Ergebnisse eintrafen. Auch wogte das Schlachtenglück hin und her. Die beiden Remisen von Jarda Tiller (Brett 6) und Marcus Hassa (Brett 7) bedeuteten jedoch gute Nachrichten für Bindlach, denn Jarda hatte bei ausgeglichener Stellung die deutlich schlechtere Zeit und Marcus hatte seine Stellung lange verteidigen müssen, bevor sein Gegner einsah, dass es kein Durchkommen gab.
Die nächsten Ergebnisse brachten dann die Bären in Führung. So wurde Jörg Heimerdinger (Brett 4) schließlich für sein Risiko den Damenflügel aufzugeben belohnt, nachdem sein Gegner in einer von beiden Seiten mit offenem Visier geführten Partie in kritischer Stellung die Zeit überschritt. Valeri Dalinger (Brett 3) hatte zwar einen Mehrbauern erspielt, musste jedoch im Damenendspiel ein Dauerschach nebst Remis zulassen. Mit einem schön herausgespielten Start-Ziel Sieg erhöhte jedoch kurz darauf Olga Birkholz (Brett 8) die Bindlacher Führung auf 3,5-1,5 und der Kampf sah nun gut für die Gastgeber aus.
Daran änderte auch die Partie von Jürgen Delitzsch (Brett 1) wenig, der gegen Elo Schwergewicht IM Vavra eine starke Kampfleistung geboten hatte. Nach einem Figurenopfer für 3 Bauern, schien Jürgen sogar auf der Siegerstraße zu sein, musste jedoch in Zeitnot dem genauen Spiel seines Gegners Zugeständnisse machen und ihm entglitt die Stellung zum Anschlusstreffer für die Gäste.
Nachdem die Zeitkontrolle vorüber war, stand es also 3,5-2,5 für Bindlach und die Bären konnten aufatmen, denn an beiden Brettern war die Lage voll unter Kontrolle. Daher hatte Iwan Rein (Brett 5) psychologisch geschickt in leicht besserer Stellung Remis geboten. Sein Gegner schaute lange in die Stellung und auch auf das Nachbarbrett, sah jedoch kein Weiterkommen und nahm schließlich das Remis an.
In der letzten Partie von Johannes Pfadenhauer (Brett 2) war es zu diesem Zeitpunkt nur noch eine Frage der Technik. Zuvor hatte Johannes den Vorteil des Läuferpaares in einem von beiden Seiten gut geführten Endspiel immer weiter verdichten können und schließlich eine Stellung erreicht, in der sein Gegner den Durchmarsch eines weißen Bauern nicht mehr verhindern konnte.
Damit war der Endstand von 5-3 für Bindlach besiegelt und die Bären setzten damit ein deutliches Lebenszeichen im Abstiegskampf. Aufgrund der Brettpunkte steht man zwar immer noch am Tabellenende, jedoch sind die Bindlacher nun punktgleich mit Zirndorf und Würzburg und in unmittelbarer Tuchfühlung zu Bad Kötzting und Forchheim, die beide bei 3 Punkten stehen. Dies werden auch die nächsten Gegner, so dass die Bindlacher sich aus eigener Kraft aus der Abstiegszone hieven können.
Dafür gilt es im Auswärtsspiel am 4. Februar in Bad Kötzting erneut alle Kräfte zu mobilisieren und konzentriert aufzuspielen.


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